Einsatzkonzept

Grundlegend für das Konzept ist der Aufbau der Einsatzmanschaft. Der wesentliche Vorteil des Konzeptes ist darin zu sehen, dass alle Beteiligten Spezialisten auf ihrem Gebiet sind und somit ihre Aufgabe optimal erfüllen können.

Im Falle des Auffindens einer vermissten Person kann durch die Kombination eine optimale Versorgung sichergestellt werden, bis der reguläre Rettungsdienst eintrifft. Während der Suche kann der Hundeführer sich ganz auf seinen Hund und die Umgebung konzentrieren, während der Suchgruppenhelfer sich um den Funk und den Kontakt zur Einsatzleitung und den anderen Teams kümmern kann. Ebenfalls übernimmt er den Part der Orientierung und führt den Hundeführer anhand der vorher festgelegten Strategie durch das Suchgebiet.

Durch diesen Aufbau ist auch gewährleistet, dass nie eine Einsatzkraft alleine in der Suche unterwegs ist. Gerade in unübersichtlichem Gelände, wo es ggf. Sumpf oder andere Gefahren geben kann, ist es notwendig, dass im Notfall eine weitere Person da ist, die Hilfe nachfordern kann. Generell ist es möglich, die zu erfüllenden Aufgaben auch in zwei statt drei Einsatzkräften zu vereinen, jedoch müssen pro Suchteam immer mindestens zwei Personen vorhanden sein.

Wenn das Team die vermisste Person findet, kann der Sanitäter eine adäquate Erstversorgung durchführen. Die hierfür notwendigen Materialien sollte er im Einsatz mit sich führen. Die weitere Versorgung kann dann durch die Besatzung des in das Konzept integrierten Rettungswagens erfolgen. Aufgrund der Qualifikation der Besatzung und der Ausstattung des Fahrzeugs ist eine gute und schnelle Versorgung, auch von schwereren Verletzungen entweder eigenständig, oder bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes gewährleistet. Vor allem wenn in abgelegenen Gebieten gesucht wird, kann die Anfahrtzeit des regulären Rettungsdienstes verhältnismässig lang sein, da die Suchgebiete und Fundstellen häufig abseits von Ortschaften und Straßen liegen.

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Durch die Einbeziehung von Betreuungshelfern in das Konzept ist eine vernünftige Versorgung der gesamten Einsatzmannschaft auch unter schwierigen Bedingungen sichergestellt. Hierzu gehöhrt der mögliche Aufbau eines Ruheraums samt Zelt und Heizung für schlechtes Wetter, Ausleuchtung der Einsatzstelle und auch die Stromversorgung. Aber auch die Verpflegung mit Getränken oder heisser Suppe ist bei Wintereinsätzen nicht zu unterschätzen.

Die Einsatzleitung profitiert ebenfalls von dem Konzept durch die Nutzung eines Einsatzleitwagens (ELW) und der damit verbundenen Kommunikationsmittel. Die Einsatzführung kann dann durchaus durch Helfer aus den Bereichen wie Katastrophenschutz und Sanitätsdienst erfolgen. Ebenfalls ist durch die Personenanzahl der Einsatzleitung sichergestellt, dass z.B. der Funk permanent besetzt ist und entsprechende Meldungsprotokolle geführt werden. Dies vereinfacht auch die Informationsgewinnung und die Beurteilung der Lage. Entscheidungen den Einsatz betreffend sollten jedoch aufgrund ihrer Erfahrung von Führungskräften der Rettungshundestaffel getroffen werden.

Der Nachteil dieses Konzeptes ist der relativ hohe Personalaufwand und der hohe Aufwand an Fahrzeugen. So ist an Fahrzeugen ein Einsatzleitwagen, ein Rettungswagen und Fahrzeuge für den Transport von Hunden und Helfern geplant. Zusätzlich kommt noch die Betreuungskomponente hinzu. Die hohe Anzahl an Fahrzeugen bietet jedoch auch wieder die Möglichkeit der hohen Mobilität, welche gerade bei großen Suchgebieten nicht zu unterschätzen ist.

Wesentliche Grundlage für das Konzept ist in jedem Fall, dass die einzelnen Einsatzkräfte miteinander vertraut sind und ihre Aufgaben im Einsatz beherrschen. Dies wird aufgrund der Unterschiedlichkeit der einzelnen Fachdienste nur dadurch gewährleistet, dass regelmässig miteinander geübt wird. Dann jedoch ist im Einsatz von einer sehr effektiven Einsatzmannschaft auszugehen.

 

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